Passagen 2011/12
Herzlich willkommen zu neuen, unkonventionellen Passagen zwischen Entlegenem und Naheliegendem, zwischen Vertrautem und Unerhörtem, zwischen Zeitlosem und Unvergänglichem. Wir, die Kooperationspartner Bayerischer Rundfunk - Studio Franken, Stadttheater Fürth und Kulturforum Fürth, legen Ihnen, liebes Publikum, erneut vier außergewöhnliche Konzertereignisse in der neuen Passagen-Saison 2011/12 ans Herz.
So vielschichtig die Bedeutung des Begriffs "Passagen", so eigenwillig und individuell verspricht erneut jedes einzelne Konzert zu werden. Gleich zu Beginn machen wir uns auf zu einer großen Reise zwischen den Epochen des Barock und der Minimal Music. Sie werden staunen über ungeahnte Parallelen zwischen dem frühbarocken Italiener Tarquinio Merula und dem amerikanischen Minimalisten Philipp Glass. Eine unglaubliche Zeitreise über 300 Jahre und mehrere tausend Kilometer hinweg, die Epochen überwindet und musikalische Kontinente miteinander verschmelzen lässt - völlig "timeless". 2010 erhielt die gleichnamige CD, die in Koproduktion mit Studio Franken erschien, den ECHO Klassik-Preis. Höchste Zeit das Projekt in Fürth auch im Konzert erklingen zu lassen.
Exotisch und archaisch verspricht das Konzert "Jazz trifft auf Taiko" zu werden. Was für eine ästhetische Athletik, wenn der Japaner Takuya Taniguchi mit seinen Holzschlägeln die mannshohe Trommel zum puren Rhythmus explodieren lässt - eine Passage zwischen Meditation und äußerster Konzentration, zwischen Muskelanspannung und Klangpathos im Schmelztiegel des feinsinnigen Jazz-Pianogewebes von Walter Lang. Ein interkultureller Brückenschlag zwischen dem alten Europa und dem Land der aufgehenden Sonne.
Der Klarinettist Norbert Nagel, der Bandoneonist Lothar Hensel und das Ensemble Kontraste gehen im dritten PASSAGEN-Konzert auf die Suche nach den Wurzeln des Tango Nuevo in Paris und bringen unbekannte Werke des jungen Komponisten zu Gehör. Mit dem Tango Nuevo beeindruckte Piazzolla Generationen argentinischer, aber auch europäischer Tangomusiker. "Astors Erben" – das sind Lothar Hensel, Gustavo Mozzi und Rudolfo Mederos, ihre Musik erzählt die abenteuerliche Reise des Tangos von der Gossenmusik zur Weltmusik.
Die Saison endet mit einer musikalischen Seelenreise zwischen Vater und Sohn. Ein Saisonabschlusskonzert vom Feinsten mit Paul Gulda und einer künstlerischen Verneigung vor seinem ebenso beeindruckenden wie eigenwilligen, in jedem Fall aber grenzenlos-genialen Vater Friedrich Gulda. "Der Gulda stirbt vielleicht einmal, aber alt wird der nie," prophezeite das pianistische "enfant terrible" sich selbst in bekannt hintergründig-selbstironischer Art - und sein Sohn belegt es mit seinen Jazzmusikern: Tatsächlich - die Legende lebt!
Die Termine im Überblick:
Fr 02. März 2012, 20:00 Uhr
Kulturforum Fürth, Große Halle
"Astors Erben"
Norbert Nagel & Ensemble trifft Piazzolla
Fr 11. Mai 2012, 20:00 Uhr
Kulturforum Fürth, Große Halle
Friedrich trifft Paul
"Play Gulda Play" - Das Gulda-Remix
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